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Erste Anbieter zeigen ihre Altersvorsorgedepots

Neobroker, Banken und Fondsgesellschaften kündigen ihre Altersvorsorgedepots an, teils mit sehr niedrigen Kosten. Ein neutraler Überblick, Stand Oktober 2026.

2 Min. Lesezeit Redaktion AV-Depot.de
Inhalt
  1. Neobroker setzen auf niedrige Kosten
  2. Banken und Sparkassen
  3. Garantieprodukte
  4. Weitere Anbieter
  5. Worauf du achten solltest

Gut zwei Monate vor dem Start des Altersvorsorgedepots am 1. Januar 2027 werden die ersten Angebote sichtbar. Neobroker, Direktbanken, Sparkassen, Fondsgesellschaften und Versicherer haben ihre Pläne vorgestellt. Finanztip zählt bereits 54 angekündigte Depots.

Achtung: Alle folgenden Angaben sind Ankündigungen der Anbieter und damit vorläufig. Verbindliche Konditionen stehen erst fest, wenn die Produkte zertifiziert und ab 2027 abschließbar sind. Wir empfehlen keinen Anbieter, sondern geben die bekannten Informationen neutral wieder.

Neobroker setzen auf niedrige Kosten

Trade Republic hat am 13. Oktober 2026 ein Altersvorsorgedepot angekündigt. Laut Anbieter sollen keine Depot- und Sparplankosten anfallen, die Fondskosten für über 50 ETFs sollen erstattet werden. Interessierte können sich vormerken lassen.

Scalable Capital plant im Standarddepot bis Ende 2027 0 % ETF-Kosten, danach höchstens 0,15 %. Zudem sollen die Kosten von rund 20 ETFs erstattet werden.

Smartbroker+ will die ETF-Kosten für drei Jahre bis zu einem Anlagebetrag von 25.000 € übernehmen. Bei finanzen invest soll der Standard-ETF rund 0,12 % kosten.

Banken und Sparkassen

Bei DWS/Deutsche Bank sollen laut einem Bericht von t3n in den ersten zwei Jahren 0,1 % anfallen, danach 0,28 %. Die ING plant die Modelle „Relax“ und „Aktiv“, Preise nennt sie noch nicht. Die comdirect kündigt die Varianten „Standard“ und „Flexibel“ an und plant auch ein Angebot zur Frühstart-Rente.

Bei Deka/Sparkassen soll der Standard-ETF rund 0,1 % kosten, aktiv gemanagte Varianten 1,0 bis 1,5 %.

Garantieprodukte

Auch Garantieprodukte sind angekündigt: Union Investment plant „UniVorsorge Garantie“ mit 100 % Beitragsgarantie, die DEVK „DepotRente Garantie“ mit 80 bis 100 %.

Weitere Anbieter

Außerdem haben unter anderem Traders Place, flatex, Consorsbank, DKB, quirion, Commerzbank und Sparda-Banken Angebote in Aussicht gestellt. Details fehlen bei vielen noch.

Worauf du achten solltest

Niedrige Einstiegspreise sind oft zeitlich begrenzt. Achte deshalb darauf, was nach einer Aktionsphase gilt. Entscheidend für den Vergleich sind die Effektivkosten, die alle Kosten zusammenfassen. Im Standarddepot dürfen sie gesetzlich höchstens 1 % pro Jahr betragen, für freie Depots und Garantieprodukte gibt es keinen Deckel.

Die Verbraucherzentrale NRW rät, nicht überstürzt abzuschließen und sich vor provisionsgetriebener Beratung in Acht zu nehmen. Weil ein Anbieterwechsel jederzeit möglich ist, musst du dich nicht sofort am ersten Tag festlegen. In den ersten fünf Jahren dürfen beim Wechsel aber jeweils bis zu 150 € Kosten anfallen.

Eine laufend aktualisierte Übersicht findest du auf unserer Seite Anbieter. Mit dem Vergleichsrechner kannst du sehen, wie sich unterschiedliche Kosten über die Jahre auswirken.

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Quellen

  1. capitalo: Trade Republic Altersvorsorgedepot
  2. biallo: Altersvorsorgedepot – Scalable macht den Anfang beim Preis
  3. Finanztip: Altersvorsorgedepot-Vergleich

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand siehe oben.